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4. Diskussion
In der vorliegenden Untersuchung wurden
alle zugänglichen Artefakte im Kreis Herford und den unmittelbar
angrenzenden Gebieten zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge
aufgenommen, die allesamt aufgelesene Einzelfunde und wenige Fundkomplexe
umfassen. Das ausgewertete Material ist aufgrund der Forschungsgeschichte
sehr heterogen und kann deshalb nur einen ersten Überblick über den Gang
der neolithischen Entwicklung im Kreis Herford geben. Deutlich überwiegen
die Beilfunde, die von verschiedensten Personen aufgelesen wurden.
In drei Fällen konnten erfolgreich Nachprospektionen an Fundstellen
durchgeführt werden, von denen bisher nur Beilfunde bekannt waren. Die
Nachbegehungen zeigten die selektive Auswahl der auffälligen Beilfunde, während
hingegen andere Feuersteinwerkzeuge und -abschläge nicht gesammelt
wurden. Auf der Basis der Feldbegehungen konnten die Fundplätze
Steinlacke, Bermbeck und Bonneberg sowie Gohfeld als wichtige neolithische
Stationen mithilfe des Feuersteinartefaktmaterials eindeutig als
Siedlungsplätze verifiziert werden, an denen aber noch keine eindeutig
neolithische Keramik aufgefunden wurde. Solche Prospektionen, wie sie auch
im Teutoburger Wald systematisch durchgeführt wurden (vgl. Diedrich
2000), müssten in Zukunft weiterhin durchgeführt werden,
insbesondere um das Missverhältnis von Großgeräten (Beile/Äxte) zu
Kleingeräten (Projektile, Werkzeuge und Grundformartefakte) und Keramik in
den
neolithischen Fundspektren zu beleuchten, auch im Hinblick auf zukünftige
systematische Flächengrabungen.
Auf der Grundlage der Neuaufnahme der Steingeräte konnte erstmals eine Karte
mit der Verbreitung von jungsteinzeitlichen Kulturen im Kreis Herford und
angrenzenden wichtigen Fundstellen erstellt werden (Abb. 5):

Abb. 5: Fundstellen der jungsteinzeitlichen Kulturen im Kreis Herford
und angrenzenden Gebieten.
Größere Version der Karte.
Fig. 5: Neolithic sites in the Herford
district and adjacent areas.
Magnified map.
© Cajus Diedrich
An den wenigen Fundkomplexen deutet sich ein unterschiedliches
Siedlungsmuster an. Während die mittelneolithische Rössener Kultur noch
dem Siedlungsmuster des Mesolithikums folgt und mit Mischinventaren an
den Hängen der Steinmergelkeuper-Anhöhen im Kreis Herford anzutreffen
ist, so wird im Jung- bis Endneolithikum das Dünengelände der
Werre-Niederterassen als trockener Standort aufgesucht.
Die lediglich Steinmaterial
umfassenden Fundkomplexe Schweicheln, Bonneberg, Steinlacke und Gohfeld,
besonders aber die im Kreis Herford weit gestreuten Steinbeil- und
Pfeilspitzenfunde, liefern
erste Hinweise für
eine Datierung der Fundstellen/Fundkomplexe und einen Beleg für die
neolithische Kulturenabfolge in diesem Raum.
Insgesamt kann anhand der Auswertung der Projektil-, Beil- und
Axttypen, der Feuersteindolche und -sicheln sowie der wenigen Keramikfunde eine
weitestgehend durchgehende Besiedlung und Nutzung des Naturraumes in der Herforder Mulde zwischen mittleren Teutoburger Wald und
Wiehengebirge während des Neolithikums von der Rössener Kultur bis zur frühen Bronzezeit nachgewiesen werden, wie sie auch für andere
Mittelgebirgszonen mehrfach beschrieben wurde (z. B. Herrmann/Jockenhövel
1990;
Raetzel-Fabian 2000; Diedrich
2000).
Andere Funde wie Sichelklingen, Kratzer, Schaber, Bohrer Stichel oder
Dreikantgeräte (Tafel 15) lassen sich derzeit zwar meist
allgemein dem Neolithikum, nicht
aber einzelnen Kulturen zuordnen.
5. Kulturenübersicht
5.1 Linearbandkeramik (5500-4900 v. Chr.)
Die erste neolithische Kultur
Mitteleuropas, die Linearbandkeramik, erreichte das Untersuchungsgebiet
zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge vermutlich noch nicht, bzw.
nutzte diesen Raum nicht
intensiv. Für diese
Kulturgruppe charakteristische undurchlochte Schuhleistenkeile (Brandt
1967; Kozlowski 1980; Raetzel-Fabian 2000; Herrmann/Jockenhövel 1990) oder
Projektile (vgl. z. B. Kozlowski 1980; Raetzel-Fabian 2000) lassen sich
auch nicht im südlich gelegenen zentralen Teutoburger Wald (Diedrich
2000) nachweisen. Lediglich ein flacher Schuhleistenkeil aus Eickum (Tafel
4, 3) könnte entweder zur Zeit der Linearbandkeramik, aber
ebenso auch während der Rössener Kultur hergestellt worden sein.
5.2. Rössener Kultur (4900-4200 v. Chr.)
Der Rössener Kultur sind charakteristische hohe, durchlochte
Schuhleistenkeile zuzuordnen, die fast ausschließlich aus
Hornblendeschiefer (Amphibolith) gefertigt wurden (Tafel 1-4). Sie wurden
für die Herstellung von Spaltbohlen für den Haus- und
Brunnenbau benutzt.
Auch flache und hohe Schuhleistenkeile (Tafel 1-4) deuten mit einer
Dechselschäftung auf eine intensive Holzbearbeitung hin. Kleine
dreieckige Pfeilspitzen, Querschneider (Tafel
3) und unregelmäßige
Sichelklingen (Tafel 15) gehören zum Feuersteingerätespektrum, ebenso
wie unregelmäßige Stichel (Tafel 15).
Die Rössener Kultur konnte in Enger, Besenkamp, Rachheide,
Ostkilver, Holsen, Schweicheln und Vlotho mit den typischen hohen durchlochten
Schuhleistenkeilen, möglicherweise zwei flachen Schuhleistenkeilen und
Feuersteingeräten wie einer kleinen dreieckigen Pfeilspitze und einem
Querschneider nachgewiesen werden (Tafel 1-4). Interessant ist einer der
flachen Schuhleistenkeile (Tafel 4,
3) aufgrund seines Rohmaterials:
Er ist aus einer Kieselgeode gefertigt worden und damit der älteste Beleg
für die neolithische Nutzung des lokal vorkommenden Rohstoffes. Keramik
sowie Grabungsbefunde fehlen bisher völlig.
Erstmals konnten durch Vergleiche mit angrenzenden Fundplätzen
nördlich des Wiehengebirges (vgl. Adrian 1948), des Osnabrücker
Berglandes (vgl. Schlüter 1979b; Wulf/Schlüter 2000) und des
Teutoburger Waldes (Diedrich
2000) identische Siedlungsstandorte erkannt
werden. So siedelten die Träger der Rössener Kultur im Bereich von
Quellen zwischen den Anhöhen, so am Schweichler Berg bei Schweicheln (FstNr.
1) oder möglicherweise auch am Bonneberg bei Vlotho. Die Quellen befinden
sich hier in den Gesteinen der Keuper-Anhöhen.
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Tafel
1: Meso-/Neolithikum, Rössener Kultur
1. Scheibenkeule mit sanduhrförmiger
Durchbohrung aus einem quarzitischen Sandstein, Meso- bis Neolithikum,
Levern, Kreis Minden-Lübbecke, Museum Bünde Nr. 2002/98. a.
Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht.
2. Klopf-/Reibstein aus einem Sandstein, Neolithikum bis Eisenzeit,
Hiddenhausen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/97. a.
Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht.
3. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil (Halbfabrikat oder zerbrochen)
aus feingeschichtetem devonischen Lydit, Rössener Kultur, Holsen,
Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/31. a. Oberseitenansicht, b.
Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
Plate 1: Meso-/Neolithic, Rössen culture.
Mace head (1), hammer-, quern-stones (2-3), perforated adze (3).
© Cajus Diedrich |
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Tafel
2:
Rössener Kultur
1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil
(an der Schneidenpartie und einer Seite abgebrochen) aus einem roséfarbenen Vulkanit, Rössener Kultur, Valdorf, Kreis Herford,
Heimatmuseum Vlotho Nr. 64 (1973). a. Oberseitenansicht, b.
Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
Plate 2: Rössen culture.
Perforated adze.
© Cajus Diedrich |
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Tafel
3:
Rössener Kultur
1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil
aus einem Metamorphit (Amphibolith), Rössener Kultur,
Kirchlengern-Steinlacke, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/32. a.
Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d.
Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Flacher Schuhleistenkeil aus einem dunkelbraunen Quarzit, Rössener Kultur,
Ostkilver, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/33. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. ,Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
3. Querschneider aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/34, a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
4. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem
Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1),
Kreis Herford, Rössener Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/35, a.
Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
Plate 3: Rössen culture.
Perforated (1) and unperforated (2) adzes.
© Cajus Diedrich |
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Tafel
4:
Rössener Kultur
1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil
aus einem Metamorphit (Amphibolith), Rössener Kultur, Vlotho, Kreis
Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld Nr. St
- Be 16b), a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c.
Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil aus einem Metamorphit
(Amphibolith), Rössener Kultur, Enger, Kreis Herford, Slg. H.
Breitkreuz (Abguss im Museum Bünde 2002/96), a. Oberseitenansicht, b.
Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
3. Flacher Schuhleistenkeil aus einer Kieselgeode, Rössener Kultur,
Eickum, Kreis Herford, Schule Eickum Nr. 66, a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
Plate 4: Rössen culture.
Perforated (1, 2) and unperforated (3) adzes.
© Cajus Diedrich |
5.3. Michelsberger Kultur (4200-3500 v. Chr.)
Aus der Zeit der Michelsberger Kultur stammen charakteristische Felsoval oder -rundbeile,
aber auch kleine Serpentinit-Beile, Spitz- oder Schrägendklingen,
tropfenförmige und langschmale trianguläre Pfeilspitzen (Tafel 4 und 15,
vgl. z. B. Lüning 1967). Die spitznackigen Feuerstein-Rechteckbeile, die
aus Rijkholt- und Lousberg-Feuerstein der Region Limburg und Aachen
stammen und in den Raum Herford verhandelt wurden (vgl. z.B. Willms 1982;
Tackenberg 1996) sind typisch für diesen jungneolithischen Zeitabschnitt.
Im Kreis kann man diese Kultur anhand der Steinbeil-, Spitzklingen- und
Pfeilspitzenfunde an den Fundstellen Schweicheln, Niedereickum,
Dünnerholz, Quernheim, Südlengern, Hüffen, Eickum,
Hiddenhausen, Ostscheid, Obernbeck, Uhlenburg, Mennighüffen und Vlotho,
d.h. im
gesamten Kreis nachweisen (Tafel 5 und 15). Keramik oder Grabungsbefunde
fehlen bisher völlig.
Als Siedlungsstandort könnte der bereits rössenzeitlich genutzte
Fundplatz in Schweicheln (FstNr. 1) am Schweichler Berg weiter besiedelt
worden sein, worauf das umfangreiche Steinartefaktmaterial, insbesondere
die Pfeilspitzenfunde (Tafel 5 und 15)
hindeuten.
 Plate
5: Michelsberg culture.
Thin-butted celts (1-6) with oval cross-section, triangular
arrowheads (7-8).
© Cajus Diedrich
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Tafel
5:
Michelsberger Kultur
1. Dünnnackiges Feuerstein-Ovalbeil
aus grauem westischen Lousberg/Rijkholt-Feuerstein, Michelsberger Kultur,
Hiddenhausen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/36. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
2. Dünnnackiges Feuerstein-Ovalbeil aus grauem westischem Lousberg/Rijkholt-Feuerstein,
Michelsberger Kultur, Südlengern-Sandloch, Kreis Herford, Museum
Bünde Nr. 2002/37. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Dünnnackiges Fels-Ovalbeil aus grünem Jadeit, Michelsberger Kultur,
Ostscheid-Sportplatz, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne ohne Nr. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
4. Feuerstein-Rechteckbeil aus mittelbraunem westischen
Lousberg-Feuerstein, Michelsberger/Trichterbecherkultur, Neuenknick,
Kreis Minden-Lübbecke, Museum Bünde Nr. 2002/38. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
5. Spitznackiges Fels-Ovalbeil aus grauem Nephrit, Michelsberger Kultur,
Bünde-Hüffen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/39. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
6. Kleines spitznackiges Fels-Ovalbeil aus hellgrünem Serpentinit, Michelsberger Kultur,
Vlotho, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/40. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
7.
Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus
nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde
Nr. 2002/41. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
8. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus
nordischem Feuerstein, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde
Nr. 2002/42. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
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5.4 Trichterbecherkultur (3500-2800 v. Chr.)
Das nächste sicher dokumentierte Megalithgrab
findet sich außerhalb des Kreises
Herford nach Osten hin in Werste bei Bad Oeynhausen. Leider wurde
diese aus skandinavischen Findlingen konstruierte Grabanlage bereits 1885
zerstört (Langewiesche 1927, Bartling 1978). Die heutige, in der Nähe
des ursprünglichen Fundortes in Werste rekonstruierte Grabanlage
entspricht nicht mehr dem Originalzustand.
Im Kreis Herford könnte nach den Beschreibungen von Langewiesche ein mögliches
Megalithgrab 1939 in Eickum zerstört worden sein. Eine
für Megalithgräber typische Steinpflasterung sowie Holzkohlereste und
Keramikscherben traten hier zwischen großen Findlingen auf. Eine genauere
Untersuchung fand damals leider nicht statt.
Zahlreiche gut erhaltene Megalithgräber findet man hingegen
nach Norden (z. B. Bakker 1979; Fansa 1992) und Westen hin im
Osnabrücker Bergland sowie im westlichen Teutoburger Wald (vgl. Bauer
1950;
Knöll 1983; Wulf/Schlüter 2000). Nur wenige dieser Grabanlagen
konnten noch untersucht werden, da sie bereits um die Jahrhundertwende
durch Landwirtschaft zerstört oder einfach bei Grabungen ausgeräumt
wurden, sodass meist Funde und besonders die Skelette fehlen. Im Gegensatz
dazu konnten im zentralen Teutoburger Wald in teilweise erhaltenen
Megalithgräbern bei Lengerich-Wechte und Hilter etliche Skelette und
Skelettreste dokumentiert werden, die Auskünfte über die Altersstruktur
der Bestatteten geben (Knöll 1983; Schlüter 1985).
Der Trichterbecherkultur sind typische Pfeilschneiden zuzuordnen
(Abb. 1C), die im
Kreis Herford nur bei Stieren (1950) mit einem Fund aus Uhlenburg-Beck
erwähnt wurden. Allein 80 solcher Projektile wurden im Megalithgrab
von Hilter gefunden (Schlüter 1985). Auch als Einzelfunde sind sie aus dem
mittleren Teutoburger Wald (vgl. Diedrich
2000; im Druck a), nördlich des
Wiehengebirges z. B. in Nordhemmern (vgl. Adrian 1948) und von anderen
Fundplätzen in Westfalen (vgl. Rinne 2000) bekannt geworden.
Typische Rechteckbeile dieser Zeit (Tafel 6-11) wurden aus
verschiedenen Gesteinen wie Metamorphiten, Feuerstein oder Kieselgeoden
hergestellt. Die Kieselgeoden wurden möglicherweise bergmännisch zur
manufakturartigen Herstellung der schwarzen Rechteckbeile gewonnen (siehe
Rohstoff Kieselgeoden). Auch in Polen, Tschechien oder
Dänemark wurde der Bergbau auf Gesteine zur Zeit der Trichterbecherkultur
nachgewiesen (Jacob-Friesen 1959; Weisgerber 1980). In die
frühen
Phase der Trichterbecherkultur, in einigen Regionen bereits in die
jüngere Michelsberger Kultur (vgl. Beran 1991), gehören die flachen
Hammeräxte (Tafel 12, 1-2). Ein
Fund dieses Typs aus Delbrück, Kr.
Paderborn (vgl. Brandt 1967) erscheint mit einem Exemplar von Gohfeld-Depenbrock
formenkundlich fast identisch.
Steinwerkzeuge der Michelsberger Kultur
stammen, meist als Einzelfunde, von verschiedenen Fundstellen des
Arbeitsgebietes (Eickum, Herford,
Hiddenhausen, Werfen, Schwenningdorf, Bieren, Habighorst, Dünne,
Dünnerholz, Eilshausen, Steinlacke, Löhne, Uhlenburg, Mennighüffen,
Gohfeld, Bonneberg).
Von Stieren
werden interessanterweise auch Keramikscherben aufgeführt, die 1939-40
bei Entsandungsarbeiten in der Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg-Beck zum
Vorschein kamen. Genannt werden: "Rand- und Wandscherben von
mindestens drei Trichterbechern und von Schalen mit verjüngtem Rand und
aufgelegten Leisten unterhalb des Randes, sowie der Hals einer
Kragenflasche"
(Stieren, 1950, 69;
Funde im Landesmuseum, Mikz. 3718, 25). Diese Funde könnten auf eine
Siedlung oder sogar ein zerstörtes Megalith- bzw. Flachgrab der
Trichterbecherkultur hindeuten.
Möglicherweise sind sowohl der beschriebene Fundplatz
Uhlenburg-Beck (vgl. Stieren 1950) als auch der Fundplatz Steinlacke (FstNr.
1) im Kreis Herford als Siedlungsplätze anzusprechen. In Steinlacke sind bisher nur Oberflächenfunde nachgewiesen;
der Platz liegt auf einem sandigen,
überpflügten Dünengelände auf der Niederterrasse an einem Altarm der
Werre.
Plate 6: TRB (Funnel Beaker) Culture
/ Wartberg Culture.
Celts with rectangular cross-section (1-6), triangular arrowheads
(7-8).
© Cajus Diedrich
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Tafel
6:
Trichterbecher-/Wartbergkultur
1. Fels-Rechteckbeil aus einem
gelbgrünlichen Vulkanit, ?Wartbergkultur, Obernbeck-Haus Beck, Kreis
Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 5. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Fels-Rechteckbeil aus einem ursprünglich schwarzem (grünlich
patinierten) Metamorphit, Trichterbecherkultur, Obernbeck, Kreis
Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld Nr. St
- Be 16b). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Fels-Rechteckbeil aus einem grünlichen Metamorphit
(?Grünschiefer), Trichterbecherkultur, Habighorst, Kreis Herford,
Museum Bünde Nr. 2002/44. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Fels-Rechteckbeil aus einem grünlichen Metamorphit, Trichterbecherkultur,
Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. Brinkmann. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
5. Fels-Rechteckbeil aus einem Metamorphit (?Grünschiefer), Trichterbecherkultur,
Herford, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/45. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
6. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur,
Mennighüffen, Kreis Herford, Grundschule Eickum Nr. 93. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
7. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus braungrauen
nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Bieren, Kreis Herford,
Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/46. a.
Zeichnung, b. Foto Aufsicht.8. Kleine dreieckige, gleichschenklige
Pfeilspitze aus dichtem grauen nordischen Feuerstein, glanzpatiniert,
Schwenningdorf, Kreis Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum
Bünde Nr. 2002/47. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
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Tafel
7:
Trichterbecherkultur
1. Kieselgeoden-Meißel, ?Trichterbecherkultur,
Winterberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,38. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
2. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur,
Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. E. Dowe Nr. 2. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Meißel, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn (Hof
Pieper), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,4. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
4. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur,
Uffeln, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 859. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur,
Vlotho-Amtshausberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,46.
a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
6. Fels-Rechteckbeil aus einer schwarzen jurazeitlichen Kieselgeode, ?Michelsberger Kultur,
Schweicheln-Schweichler Berg, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/43
(ehem. Slg. Lindemann). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht,
c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
Plate 7: TRB Culture.
Chisels (1, 3), celts with rectangular cross-section.
© Cajus Diedrich
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Tafel
8:
Trichterbecherkultur
1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur,
Dünnerholz, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/48. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Bünde-Werfen,
Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/49. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Herford, Kreis
Herford, Museum Bünde Nr. 2002/50. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Dünnerholz, Kreis
Herford, Museum Bünde Nr. 2002/51. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Dünne, Kreis
Herford, Museum Bünde Nr. 2002/52. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Obernbeck, Kreis
Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld, Nr.
Ste-Be 6a). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
Plate 8: TRB Culture.
Celts with rectangular cross-section.
© Cajus Diedrich
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Tafel
9:
Trichterbecherkultur
1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur,
Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax
Nr. 7. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur,
Niedereickum-Berkenbrink, Kreis Herford, Slg. Grundschule Eickum Nr.
1. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht,
d. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Vlotho, Kreis
Herford, Heimatmuseum Vlotho ohne Nr. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur,
Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. E. Dowe Nr. 1. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Uffeln, Kreis
Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,7. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn, Kreis
Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 62 (1973) . a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
Plate 9: TRB Culture.
Celts with rectangular cross-section.
© Cajus Diedrich
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Tafel
10:
Trichterbecherkultur
1. Kieselgeoden-Rechteckbeil,
Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Mennighüffen-Sonnenbrink, Kreis
Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 4a. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur,
Vlotho (Hof Wückenkamp), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr.
1934,31. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur,
Uffeln-Buhn (Hof Pieper), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr.
1934,8. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie (gebrochenes
Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr.
Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 2. a. Breitseitenansicht,
b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie (gebrochenes
Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr.
Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 4. a. Breitseitenansicht,
b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur,
Vlotho-Amthausberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,43. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
7. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur,
Bonneberg, Kreis Minden, Museum Bünde Nr. 2002/53. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
8. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur,
Mennighüffen-Sonnenbrink, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 4b.
a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
Plate 10: TRB Culture.
Fragments of celts with rectangular cross-section.
© Cajus Diedrich
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Tafel
11:
Trichterbecherkultur
1. Kieselgeoden-Rechteckbeil,
Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Winterberg, Kreis Herford,
Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,35. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat),
aus Nackenpartiefragment, Trichterbecherkultur,
Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax
Nr. 6. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie, Trichterbecherkultur,
Winterberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,34. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat),
Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1),
Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 1. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat),
Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1),
Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 5. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat),
Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1),
Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 3. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
7. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie, Trichterbecherkultur,
Uffeln-Buhn, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,9. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
Plate 10: TRB Culture.
Fragments of celts with rectangular cross-section.
© Cajus Diedrich
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5.5 Wartbergkultur (3500-2800 v. Chr.)
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Höchstwahrscheinlich sind mehrere
Rechteckbeile sowie zwei gleichschenklige dreieckige
Feuersteinpfeilspitzen aus Bieren und Schwenningdorf dieser Kultur oder
der Trichterbecherkultur zuzuordnen. Eindeutig gehört eine jüngst im
Museum Bünde in der Sammlung Langewiesche wiederentdeckte dreieckige
Pfeilspitze mit Schäftungskerben (Abb. 6) aus einem dunkelbraunen Quarzit
mit abgebrochener Spitze aus Bad Oeynhausen, Kr. Minden, der
Wartbergkultur an.
Rechteckbeile aus dem am Nordharzrand auftretenden Wiedaer Schiefer mit
einer fast quadratischen Umrissform, trianguläre gleich- und
ungleichschenklige Feuersteinpfeilspitzen, dreieckige Pfeilspitzen mit
Schäftungskerben und gestielte Pfeilspitzen sowie Feuersteinsichelklingen
oder -spitzklingen sind aus mehreren Galeriegräbern bekannt
(vgl. Kappel 1989).
Eine Serpentinaxt mit ovaler Durchlochung aus dem Galeriegrab von Lohra
ist einer der wenigen Axtfunde dieser Zeit (Raetzel-Fabian 2000). Dass die
Wartbergkultur möglicherweise auch entlang des Teutoburger Waldes
nachzuweisen ist, belegt ein Rechteckbeil aus ?Wiedaer Schiefer im
Megalithgrab von Hilter und eine noch unpublizierte gestielte Pfeilspitze
aus Amshausen bei Steinhagen. Auch die Galeriegräber von Atteln
stehen - wie auch die übrigen Galeriegräber der Hellwegzone - in
Verbindung mit der Wartbergkultur (Günther 1979, 1997).
Eindeutig lassen sich Funde aus dem Kreis Herford dieser Kultur nicht
zuordnen. Erstmalig scheint sich aber der Einfluss dieser Kultur bis zum
Kreis Herford und damit möglicherweise eine weitere Verbreitung (vgl.
Raetzel-Fabian 2000) nach Norden abzuzeichnen. Auch ein fast quadratisches
Fels-Rechteckbeil (Tafel 6, 1) erinnert stark an Beilformen aus den
Megalithgräbern von Züschen und Altendorf (vgl. Kappel 1989).
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| Abb. 6: Dreieckige Pfeilspitze mit Schäftungskerben aus einem
dunkelbraunen Quarzit mit abgebrochener Spitze, Bad Oeynhausen, Kr.
Minden, Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/102. A. Umzeichnung, B.
Foto.
Fig. 6: Triangular arrowhead with
side-notches (quarzite).
© Cajus Diedrich
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5.6 Einzelgrabkultur (2900-2000 v. Chr.)
Charakteristische Steingeräte dieser Zeit sind die durchlochten
jütländischen Streitäxte mit verschiedenen Typen (Tafel
12-13, vgl. z.
B. Struwe 1955, Brandt 1967) wie der Bootsaxt (Abb. 7), die aus
unterschiedlichen nordischen Gesteinen mit höchster Präzision
geschliffen und durchbohrt wurden. Eine Axt aus dem Gestein der
Kieselgeoden von Neuenhagen im Kreis Herford (Tafel
13, 2) belegt
auch eine Fertigung aus Gesteinen der Region vor Ort.
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Abb.
7: Bootsaxt oder Jütländische F-Axt der
Einzelgrabkultur aus Blasheim, Kr. Minden. Nachbildung im Dobergmuseum
Bünde Nr. 2002/109. A. Außenseite, B. Oberseite.
Fig. 7: Late Neolithic battle-axe
(copy; type F after Glob).
© Cajus Diedrich
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Im Gegensatz dazu wurden die kleinen Feuerstein- oder Felsbeile nur
noch grob bearbeitet, oftmals auch nicht mehr vollständig geschliffen (Tafel
14, 2-3). Einige Fels-Rechteckbeile zeigen einen
facettenartigen Schliff im Bereich der Schneidepartie (Tafel
14, 4).
Hinzu treten die typischen massiven dicknackigen Fels- oder
Feuerstein-Rechteckbeile (Tafel 14, 1), die besonders aus dem Norden,
d.h. aus Dänemark eingehandelt wurden.
Neben den Beilen und Äxten treten erstmals große
Feuerstein-Spandolche auf, die auch in einem Grab von Hasbergen (vgl.
Lindhorst 1985) angetroffen wurden. An Pfeilspitzen sind besonders
geflügelte und gestielt geflügelte Feuersteinpfeilspitzen (Tafel
14, 7.9) nicht nur im Bereich der Mittelgebirgszone
Teutoburger Wald/Wiehengebirge typisch (vgl. Diedrich
2000).
Im Kreis Herford ist die Einzelgrabkultur mit
den
Fundstellen Eickum, Bustedt, Altenhüffen, Uhlenburg, Ostscheid, Obernbeck
und Neuenhagen belegt.
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Jütländische Äxte sind mit verschiedenen
Formen im Kreis Herford belegt (Tafel
12-13). Facettierte Rechteckbeile (Tafel
14, 4) und dünnnackige Feuerstein-Ovalbeile, deren Schmalseiten
typischerweise ungeschliffen sind (Tafel
14, 2-3), können lediglich allgemein den
Becherkulturen (Einzelgrab-, Glockenbecherkultur) zugeordnet werden.
Dass es sich bei der von Stieren (1950) erwähnten Klinge mit
Schliffspuren (Verbleib im Landesmuseum Münster, Außenstelle Bielefeld, Mikz,
3719,25) aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg bei Beck um
einen Spandolch handelt, kann nur vermutet werden. Dies wäre dann der
einzige Feuerstein-Spandolchfund im Kreis Herford.
An Keramik ist ein fischgrätenverzierter hoher Becher aus Obernbeck
bekannt (Taf. 16, 1), der im zweiten Weltkrieg
im Landesmuseum Münster zerstört wurde, aber noch
als Abguss in den Museen Löhne und Bünde vorhanden ist. Nach
Lanting/van der Waals handelt es sich um einen maritimen Glockenbecher (Typ
2Ia). Ein weiterer
kleinerer, mit Nageleindrücken versehener vollverzierter Glockenbecher aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg
bei Beck (Taf. 16, 2), dessen Verbleib mit Landesmuseum, Außenstelle Bielefeld
(Fundstellennummer: Mikz,
3719,25) angegeben wird und bei Stieren (1950) abgebildet wurde, ist 1943
von einem französischen Kriegsgefangenen gefunden worden. Das Gefäß
datiert in den Übergang von Einzelgrab- zu Glockenbecherkultur. Beide Becher
stammen vermutlich aus Grabhügeln oder Siedlungen, die durch
Sandgrubenarbeiten zerstört wurden.
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Tafel
12:
Michelsberg - Einzelgrabkultur
1. Flache Hammeraxt Form 1 aus einem
hellen Vulkanit (Rhyolith), Michelsberger/Trichterbecherkultur,
Enger-Besenkamp, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/54. a.
Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d.
Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Flache Hammeraxt Form 2 aus einem grünlich verwitternden Magmatit,
Trichterbecherkultur, Gohfeld-Depenbrock (Sandgrube Reckefuß), Kreis
Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 11. a. Oberansicht, b.
Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
3. Jütländische Streitaxt (Nackenpartie) aus einer Kieselgeode, Einzelgrabkultur,
Uffeln (Hof Dieckmann), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr.
1934,18. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c.
Unterseitenansicht, d. Nackenansicht.
Plate 12: Michelsberg - Single
Grave Culture.
Flat battle-axes of different types, late Neolithic battle-axe (3).
© Cajus Diedrich
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5.7 Glockenbecherkultur (2600-2000 v. Chr.)
In dieser Zeit erfährt die Steingerätebearbeitung einen Höhepunkt,
der noch bis in die nordische Bronzezeit hineinreicht. Die
Feuerstein-Dolche der hiesigen Region sind Importe aus dem Norden oder
Westen und wurden aus jütländischem oder dänischem Plattensilex gefertigt, wofür die mittelgrauen und hellbräunlichen Feuersteinvarietäten
sprechen. Dolche mit einfachem Schaftgriff (Abb. 8, Tafel
14,
6) gehören in die Zeit der Glockenbecherkultur, aber auch noch in die
Zeit der frühen Bronzezeit (vgl. z. B. Albrecht 1934; Sudholz 1964). Auch
in Nachbarschaft zum Kreis Herford im Kreis Lübbecke sind zwei bifazielle
Feuerstein-Dolche mit einfachem Schaftgriff aus Börninghausen bekannt
geworden (Abb. 8).
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| Abb. 8: Bifazielle Dolche mit einfachem Schaftgriff aus jütländischem
Feuerstein von Börninghausen, Kr. Lübbecke (Glockenbecherkultur bis
frühen Bronzezeit). Dolch 1: A. Zeichnung, B. Foto Aufsicht, C. Foto
Seitenansicht, Museum Bünde Nr. 2002/64. Dolch 2: D. Zeichnung, E. Foto
Aufsicht, F. Foto Seitenansicht, Museum Bünde Nr. 2002/65.
Fig. 8: Bifacial flint daggers of the late
Neolithic and early Bronze Age period.
© Cajus Diedrich
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Höchste Bearbeitungspräzision von bifaziellen Geräten findet man
auch bei erstmalig auftretenden bifaziellen Feuerstein-Sicheln (Tafel
14, 5), die ebenfalls bis in die Bronzezeit hinein gefertigt wurden.
Weitere importierte Geräte aus nordischem Feuerstein sind
Feuerstein-Meißel und -Hohlbeile, wie sie im westlich angrenzenden Kreis
Osnabrück gefunden wurden (Abb. 9). Pfeilspitzen kommen als fein und
beidseitig flächig retuschierte, geflügelte oder gestielt-geflügelte
Formen vor (Tafel 14, 7, Tafel
15, 8-10).
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Abb. 9: Feuerstein-Hohlbeil aus nordischem Feuerstein,
Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Osnabrück, Kr. Osnabrück, Museum Bünde
Nr. 2002/66.
A. Breitseitenansicht, B. Schmalseitenansicht, C.
Schneidenansicht, D. Nackenansicht.
Feuerstein-Meißel aus nordischem
Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Osnabrück, Kr. Osnabrück,
Museum Bünde Nr. 2002/67. E. Breitseitenansicht, F. Schmalseitenansicht,
G. Schneidenansicht, H. Nackenansicht.
Fig. 9: Late Neolithic period.
Flint celt with a hollow adze-like cutting egde (A-D), chisel (E-H).
© Cajus Diedrich
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Für die Beile mit Facettenschliff gilt Ähnliches
wie im Fall der Einzelgrabkultur, sodass für beide Kulturen eine
traditionelle Weiterführung der Geräteform anzunehmen ist. Dünnblattige
Feuerstein-Ovalbeile aus nordöstlichen Geschiebe-Feuerstein (Tafel 14, 2-3)
wurden höchstwahrscheinlich zur Zeit der Glockenbecherkultur in den Raum
Herford eingehandelt. Auch die Äxte werden mit etwas anderen jütländischen
Axttypen weiter tradiert und in den Herforder Raum importiert.
Im Kreis existieren
Glockenbecherkultur-Fundstellen in Enger, Altenhüffen und Obernbeck.
Letztere hat einen einem unvollständigen bifaziellen Feuerstein-Dolch
geliefert (Tafel 14, 6, Tafel 15, 11). Die geflügelten und gestielt-geflügelten
Pfeilspitzen (Tafel 14, 7, Tafel 15, 9-10) stammen ebenfalls aus dieser
Zeit (vgl. z.B. Thieme 1985).
Keramik ist in der Fundchronik von Stieren (1950)
aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg bei Beck beschrieben
worden, dessen Verbleib mit "Landesmuseum, Außenstelle Bielefeld (Mikz,
3718,25)" angegeben wurde. Er erwähnt tupfenverzierte Randscherben großer
becherartiger Gefäße, was für die Reste eines Riesenbechers spricht.
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Tafel
13:
Einzelgrabkultur
1. Jütländische Streitaxt Typ B mit
Rundnacken aus einem hellen Vulkanit, Einzelgrabkultur, Bonneberg,
Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/55. a. Oberansicht, b.
Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
2. Jütländische Streitaxt Typ K6 aus einer Kieselgeode, Einzelgrabkultur,
Neuenhagen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/56. a. Oberansicht,
b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e.
Nackenansicht.
3. Jütländische Streitaxt aus einer jurazeitlichen Kieselgeode, Einzelgrabkultur,
Bünde (Garten Heidestr. 75), Kreis Herford, Museum Bünde Nr.
2002/57. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c.
Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
Plate 13: Single Grave Culture.
Different battle-axe types.
© Cajus Diedrich
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Tafel
14: Einzelgrab-/Glockenbecherkultur
1. Dickblattiges
Feuerstein-Rechteckbeil aus nordischem Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur,
Bünde-Bustedt, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/58. a.
Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d.
Nackenansicht.
2. Dünnblattiges Feuerstein-Ovalbeil aus nordöstlichen
Geschiebe-Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Ostscheid,
Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne ohne Nr. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Dünnblattiges Feuerstein-Ovalbeil aus nordöstlichen
Geschiebe-Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Eickum, Kreis
Herford, Grundschule Eickum Nr. 93. a. Breitseitenansicht, b.
Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Fels-Rechteckbeil mit Facettenschliff aus einer jurazeitlichen
Kieselgeode, Einzelgrabkultur, Obernbeck, Kreis Herford, Heimatmuseum
Löhne Nr. 6. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c.
Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Bifazielle Feuersteinsichelklinge aus nordischen grauen Feuerstein,
glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Glockenbecherkultur bis frühe
Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/59. a. Aufsicht, b. Seitenansicht.
6. Bifazieller Feuersteindolch aus beigefarbenen Feuerstein,
glanzpatiniert, Obernbeck (bei Hof Detert), Kreis Herford, Glockenbecherkultur
bis frühe Bronzezeit, Heimatmuseum Löhne Nr. 13. a. Aufsicht, b.
Seitenansicht.
7. Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus braunem nordischen Feuerstein,
glanzpatiniert, Altenhüffeln, Kreis Herford, Einzelgrabkultur bis
frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/60. a. Aufsicht.
Plate 14: Late Neolithic period.
Thick-bladed celt with rectangular cross-section (1), thin-bladed
celts with oval cross-section (2, 3), faceted celt with rectangular cross-section
(4), flint sickle (5) and dagger (6), barbed stemmed
arrowhead (7).
© Cajus Diedrich
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Tafel
15:
Neolithikum
1. Kleine dreieckige,
gleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weißblau
patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/35. Aufsicht (Foto Tafel 2, 4).
2. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus
nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde
Nr. 2002/70. Aufsicht.
3. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus
nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde
Nr. 2002/41. Aufsicht (Foto Tafel 4, 7).
4. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus
nordischem Feuerstein, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde
Nr. 2002/42. Aufsicht (Foto Tafel 4, 8).
5. Tropfenförmige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein,
unvollständig, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1),
Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/71.
Aufsicht.
6. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus braungrauen
nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Bieren, Kreis Herford,
Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/46. Aufsicht
(Foto Tafel 5, 7).
7. Kleine
dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus dichtem grauen
nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Schwenningdorf, Kreis
Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/47.
Aufsicht (Foto Tafel 5, 8).
8. Geflügelte Pfeilspitze aus nordischen Feuerstein,
glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur,
Verbleib?. Aufsicht.
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9.
Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus braunem nordischen Feuerstein,
glanzpatiniert, Altenhüffeln, Kreis Herford, Einzelgrabkultur bis
frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/60. Aufsicht (Foto Tafel 10, 7).
10. Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus graubraunem nordischen
Feuerstein, glanzpatiniert, Exter-Dornberger Heide, Kreis Herford, Einzelgrabkultur
bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/601. Aufsicht.
11. Bifazieller Feuersteindolch aus beigefarbenen Feuerstein,
glanzpatiniert, Obernbeck (bei Hof Detert), Kreis Herford, Glockenbecherkultur
bis frühe Bronzezeit, Heimatmuseum Löhne Nr. 13. Aufsicht (Foto
Tafel 10, 6a, b).
12. Bifazielle Feuersteinsichelklinge aus nordischen grauen
Feuerstein, glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Glockenbecherkultur
bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/59. Aufsicht (Foto Tafel
10, 5a, b).
13. Spitzklinge aus nordischem Feuerstein, unvollständig, Beck bei
Löhne, Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Westfälisches Museum
für Archäologie (Slg Adrian, No. 6196). Dorsalansicht.
14. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, Schwenningdorf, Kreis
Herford, Neolithikum, Westfälisches Museum für Archäologie (Slg.
Adrian, No. 1090). Dorsalansicht.
15. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/72. Dorsalansicht.
16. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/73. Dorsalansicht.
17. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/74. Dorsalansicht.
18. Spitzklinge aus nordischem Feuerstein, weiß patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/75. Dorsalansicht.
19. Dreikantgerät aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bünde,
Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/76. a. Ventral, b.
Dorsal, c. Querschnitt.
20. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert,
Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford,
Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/77. Dorsalansicht.
21. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bonneberg (FstNr.
Bonneberg 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum, Museum Bünde Nr.
2002/78. Dorsalansicht.
22. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/79.
Dorsalansicht.
23. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/80.
Dorsalansicht.
24. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bonneberg
(FstNr. Bonneberg 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr.
2002/81. Dorsalansicht.
25. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/82.
Dorsalansicht.
26. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/84.
Dorsalansicht.
27. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bermbeck, Kreis
Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/83. Dorsalansicht.
28. Schaber aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Bonneberg,
Kreis Herford, Meso-/Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/85.
Dorsalansicht.
29. Sichelbruchklinge aus westischem Feuerstein, glanzpatiniert,
Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 3), Kreis Herford,
Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/86. Dorsalansicht.
30. Bohrer aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert,
Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 3), Kreis Herford,
Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/87. a. Ventralansicht, b.
Dorsalansicht.
31. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Lenzinghausen,
Kreis Herford, Neolithikum bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr.
2002/88. Dorsalansicht.
32. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/89.
Dorsalansicht.
33. Kratzer aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln
(FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr.
2002/90. Dorsalansicht.
34. Kratzer aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr.
Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/91.
Dorsalansicht.
35. Schaber aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln
(FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr.
2002/92. Dorsalansicht.
36. Stichel aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum,
Museum Bünde Nr. 2002/94. Dorsalansicht.
37. Stichel aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum,
Museum Bünde Nr. 2002/95. Dorsalansicht.
38. Querschneider aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert,
Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur,
Museum Bünde Nr. 2002/69. Aufsicht (Foto Tafel 2, 4).
Plate 15: Neolithic period.
Different arrowhead types, dagger, sickle, sickle blades, scrapers.
© Cajus Diedrich
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Tafel
16: Keramik der Becherkulturen
1. Maritimer Glockenbecher (Abguss,
Original im Zweiten Weltkrieg in Münster zerstört),
Glockenbecherkultur (AOO), Obernbeck, Kreis Herford, Museum Bünde Nr.
2002/104. Seitenansicht.
2. Vollverzierter Glockenbecher (Übergang Einzelgrab-/
Glockenbecherkultur), im oberen Bereich schnur-, im unteren Bereich
fischgrätenverziert (aus Schulz 1929), Ulenburg, Kreis Herford,
"Landesmuseum Münster" (aus Stieren 1950). Seitenansicht.
Plate 16: Beaker cultures.
Maritime Bell Beaker, All Over Ornamented Beaker.
© Cajus Diedrich
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© Cajus Diedrich 2002
Dr. Cajus Diedrich
Nansenstraße 8
D-337790 Halle/Westfalen
cdiedri@gmx.net
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