Neolithische Steingeräte im Kreis Herford zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge (Nordwestdeutschland)
www.jungsteinsite.de - Artikel vom 1.Oktober 2002

Cajus Diedrich

Teil 3 - Diskussion und Kulturenübersicht

 

Inhalt
Teil 1
1.  Forschungsgeschichte
2.  Rohmaterial
2.1  Lokal hergestellte Werkzeuge
2.2  Importierte Steinwerkzeuge
Teil 2
3.  Steingerätetypen
3.1  Scheibenkeulen
3.2  Klopf-/Reibsteine
3.3  Projektile
3.3.1  Geflügelt gestielte Pfeilspitze
3.3.2  Geflügelte Pfeilspitze
3.3.3  Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze
3.3.4  Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze
3.3.5  Querschneider
3.3.6  Pfeilschneide
3.4.  Steinbeile und -äxte
3.4.1  Flacher Schuhleistenkeil
3.4.2  Hoher durchlochter Schuhleistenkeil
3.4.3  Spitznackiges Fels-Ovalbeil
3.4.4  Dünnackiges Feuerstein-Ovalbeil
3.4.5  Rechteckbeile
3.4.6  Fels-Rechteckbeil mit Facettenschliff
3.4.7  Dünnblattiges Feuerstein-Ovalbeil
3.4.8  Dickblattige Feuerstein-Rechteckbeile
3.4.9  Flache Hammeraxt
3.4.10  Jütländische Streitaxt
3.5.  Meißel
3.6  Dolche
3.6.1  Spandolche
3.6.2   Bifazielle Feuersteindolche mit einfachem Schaftgriff
3.7  Sicheln
3.7.1  Einfache Sichelklingen
3.7.2  Sichel-Bruchklingen
3.7.3  Bifazielle Sichelklingen
  Teil 3
4.  Diskussion
5.  Kulturenübersicht (mit Tafeln)
5.1  Linearbandkeramik (5500-4900 v. Chr.)
5.2  Rössener Kultur (4900-4200 v. Chr.)
5.3  Michelsberger Kultur (4200-3500 v. Chr.)
5.4  Trichterbecherkultur (3500-2800 v. Chr.
5.5  Wartbergkultur (3500-2800 v. Chr.)
5.6  Einzelgrabkultur (2900-2000 v. Chr.)
5.7  Glockenbecherkultur (2600-2000 v. Chr.)
Literaturverzeichnis
Danksagung

 

4. Diskussion

In der vorliegenden Untersuchung wurden alle zugänglichen Artefakte im Kreis Herford und den unmittelbar angrenzenden Gebieten zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge aufgenommen, die allesamt aufgelesene Einzelfunde und wenige Fundkomplexe umfassen. Das ausgewertete Material ist aufgrund der Forschungsgeschichte sehr heterogen und kann deshalb nur einen ersten Überblick über den Gang der neolithischen Entwicklung im Kreis Herford geben. Deutlich überwiegen die Beilfunde, die  von verschiedensten Personen aufgelesen wurden. In drei Fällen konnten erfolgreich Nachprospektionen an Fundstellen durchgeführt werden, von denen bisher nur Beilfunde bekannt waren. Die Nachbegehungen zeigten die selektive Auswahl der auffälligen Beilfunde, während hingegen andere Feuersteinwerkzeuge und -abschläge nicht gesammelt wurden. Auf der Basis der Feldbegehungen konnten die Fundplätze Steinlacke, Bermbeck und Bonneberg sowie Gohfeld als wichtige neolithische Stationen mithilfe des Feuersteinartefaktmaterials eindeutig als Siedlungsplätze verifiziert werden, an denen aber noch keine eindeutig neolithische Keramik aufgefunden wurde. Solche Prospektionen, wie sie auch im Teutoburger Wald systematisch durchgeführt wurden (vgl. Diedrich 2000), müssten in Zukunft weiterhin durchgeführt werden, insbesondere um das Missverhältnis von Großgeräten (Beile/Äxte) zu Kleingeräten (Projektile, Werkzeuge und Grundformartefakte) und Keramik in den neolithischen Fundspektren zu beleuchten, auch im Hinblick auf zukünftige systematische Flächengrabungen.

Auf der Grundlage der Neuaufnahme der Steingeräte konnte erstmals eine Karte mit der Verbreitung von jungsteinzeitlichen Kulturen im Kreis Herford und angrenzenden wichtigen Fundstellen erstellt werden (Abb. 5):

 

Fundstellen jungsteinzeitlicher Kulturen im Kreis Herford

Abb. 5: Fundstellen der jungsteinzeitlichen Kulturen im Kreis Herford und angrenzenden Gebieten.
Größere Version der Karte.

Fig. 5: Neolithic sites in the Herford district and adjacent areas.
Magnified map.

© Cajus Diedrich

 

An den wenigen Fundkomplexen deutet sich ein unterschiedliches Siedlungsmuster an. Während die mittelneolithische Rössener Kultur noch dem Siedlungsmuster des Mesolithikums folgt und mit Mischinventaren an den Hängen der Steinmergelkeuper-Anhöhen im Kreis Herford anzutreffen ist, so wird im Jung- bis Endneolithikum das Dünengelände der Werre-Niederterassen als trockener Standort aufgesucht.

Die lediglich Steinmaterial umfassenden Fundkomplexe Schweicheln, Bonneberg, Steinlacke und Gohfeld, besonders aber die im Kreis Herford weit gestreuten Steinbeil- und Pfeilspitzenfunde, liefern erste Hinweise für eine Datierung der Fundstellen/Fundkomplexe und einen Beleg für die neolithische Kulturenabfolge in diesem Raum.

Insgesamt kann anhand der Auswertung der Projektil-, Beil- und Axttypen, der Feuersteindolche und -sicheln sowie der wenigen Keramikfunde eine weitestgehend durchgehende Besiedlung und Nutzung des Naturraumes in der Herforder Mulde zwischen mittleren Teutoburger Wald und Wiehengebirge während des Neolithikums von der Rössener Kultur bis zur frühen Bronzezeit nachgewiesen werden, wie sie auch für andere Mittelgebirgszonen mehrfach beschrieben wurde (z. B. Herrmann/Jockenhövel 1990; Raetzel-Fabian 2000; Diedrich 2000).

Andere Funde wie Sichelklingen, Kratzer, Schaber, Bohrer Stichel oder Dreikantgeräte (Tafel 15) lassen sich derzeit zwar meist allgemein dem Neolithikum, nicht aber einzelnen Kulturen zuordnen.

 

5. Kulturenübersicht

5.1 Linearbandkeramik (5500-4900 v. Chr.)

Die erste neolithische Kultur Mitteleuropas, die Linearbandkeramik, erreichte das Untersuchungsgebiet zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge vermutlich noch nicht, bzw. nutzte diesen Raum nicht intensiv. Für diese Kulturgruppe charakteristische undurchlochte Schuhleistenkeile (Brandt 1967; Kozlowski 1980; Raetzel-Fabian 2000; Herrmann/Jockenhövel 1990) oder Projektile (vgl. z. B. Kozlowski 1980; Raetzel-Fabian 2000) lassen sich auch nicht im südlich gelegenen zentralen Teutoburger Wald (Diedrich 2000) nachweisen. Lediglich ein flacher Schuhleistenkeil aus Eickum (Tafel 4, 3) könnte entweder zur Zeit der Linearbandkeramik, aber ebenso auch während der Rössener Kultur hergestellt worden sein.

5.2. Rössener Kultur (4900-4200 v. Chr.)

Der Rössener Kultur sind charakteristische hohe, durchlochte Schuhleistenkeile zuzuordnen, die fast ausschließlich aus Hornblendeschiefer (Amphibolith) gefertigt wurden (Tafel 1-4). Sie wurden für die Herstellung von Spaltbohlen für den Haus- und Brunnenbau benutzt.

Auch flache und hohe Schuhleistenkeile (Tafel 1-4) deuten mit einer Dechselschäftung auf eine intensive Holzbearbeitung hin. Kleine dreieckige Pfeilspitzen, Querschneider (Tafel 3) und unregelmäßige Sichelklingen (Tafel 15) gehören zum Feuersteingerätespektrum, ebenso wie unregelmäßige Stichel (Tafel 15).

Die Rössener Kultur konnte in Enger, Besenkamp, Rachheide, Ostkilver, Holsen, Schweicheln und Vlotho mit den typischen hohen durchlochten Schuhleistenkeilen, möglicherweise zwei flachen Schuhleistenkeilen und Feuersteingeräten wie einer kleinen dreieckigen Pfeilspitze und einem Querschneider nachgewiesen werden (Tafel 1-4). Interessant ist einer der flachen Schuhleistenkeile (Tafel 4, 3) aufgrund seines Rohmaterials: Er ist aus einer Kieselgeode gefertigt worden und damit der älteste Beleg für die neolithische Nutzung des lokal vorkommenden Rohstoffes. Keramik sowie Grabungsbefunde fehlen bisher völlig.

Erstmals konnten durch Vergleiche mit angrenzenden Fundplätzen nördlich des Wiehengebirges (vgl. Adrian 1948), des Osnabrücker Berglandes (vgl. Schlüter 1979b; Wulf/Schlüter 2000) und des Teutoburger Waldes (Diedrich 2000) identische Siedlungsstandorte erkannt werden. So siedelten die Träger der Rössener Kultur im Bereich von Quellen zwischen den Anhöhen, so am Schweichler Berg bei Schweicheln (FstNr. 1) oder möglicherweise auch am Bonneberg bei Vlotho. Die Quellen befinden sich hier in den Gesteinen der Keuper-Anhöhen.

Tafel 1: Geräte der Rössener Kultur Tafel 1: Meso-/Neolithikum, Rössener Kultur

1. Scheibenkeule mit sanduhrförmiger Durchbohrung aus einem quarzitischen Sandstein, Meso- bis Neolithikum, Levern, Kreis Minden-Lübbecke, Museum Bünde Nr. 2002/98. a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht.
2. Klopf-/Reibstein aus einem Sandstein, Neolithikum bis Eisenzeit, Hiddenhausen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/97. a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht.
3. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil (Halbfabrikat oder zerbrochen) aus feingeschichtetem devonischen Lydit, Rössener Kultur, Holsen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/31. a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.

Plate 1: Meso-/Neolithic, Rössen culture.
Mace head (1), hammer-, quern-stones (2-3), perforated adze (3).

© Cajus Diedrich

Tafel 2: Geräte der Rössener Kultur Tafel 2: Rössener Kultur

1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil (an der Schneidenpartie und einer Seite abgebrochen) aus einem roséfarbenen Vulkanit, Rössener Kultur, Valdorf, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 64 (1973). a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.

Plate 2: Rössen culture.
Perforated adze.

© Cajus Diedrich

Tafel 3: Geräte der Rössener Kultur Tafel 3: Rössener Kultur

1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil aus einem Metamorphit (Amphibolith), Rössener Kultur, Kirchlengern-Steinlacke, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/32. a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Flacher Schuhleistenkeil aus einem dunkelbraunen Quarzit, Rössener Kultur, Ostkilver, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/33. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. ,Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Querschneider aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/34, a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
4. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/35, a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.

Plate 3: Rössen culture.
Perforated (1) and unperforated (2) adzes. 

© Cajus Diedrich

Tafel 4: Geräte der Rössener Kultur Tafel 4: Rössener Kultur

1. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil aus einem Metamorphit (Amphibolith), Rössener Kultur, Vlotho, Kreis Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld Nr. St - Be 16b), a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Hoher durchlochter Schuhleistenkeil aus einem Metamorphit (Amphibolith), Rössener Kultur, Enger, Kreis Herford, Slg. H. Breitkreuz (Abguss im Museum Bünde 2002/96), a. Oberseitenansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
3. Flacher Schuhleistenkeil aus einer Kieselgeode, Rössener Kultur, Eickum, Kreis Herford, Schule Eickum Nr. 66, a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.

Plate 4: Rössen culture.
Perforated (1, 2) and unperforated (3) adzes.

© Cajus Diedrich

5.3. Michelsberger Kultur (4200-3500 v. Chr.)

Aus der Zeit der Michelsberger Kultur stammen charakteristische Felsoval oder -rundbeile, aber auch kleine Serpentinit-Beile, Spitz- oder Schrägendklingen, tropfenförmige und langschmale trianguläre Pfeilspitzen (Tafel 4 und 15, vgl. z. B. Lüning 1967). Die spitznackigen Feuerstein-Rechteckbeile, die aus Rijkholt- und Lousberg-Feuerstein der Region Limburg und Aachen stammen und in den Raum Herford verhandelt wurden (vgl. z.B. Willms 1982; Tackenberg 1996) sind typisch für diesen jungneolithischen Zeitabschnitt.

Im Kreis kann man  diese Kultur anhand der Steinbeil-, Spitzklingen- und Pfeilspitzenfunde an den Fundstellen Schweicheln, Niedereickum, Dünnerholz, Quernheim, Südlengern, Hüffen, Eickum, Hiddenhausen, Ostscheid, Obernbeck, Uhlenburg, Mennighüffen und Vlotho, d.h. im gesamten Kreis nachweisen (Tafel 5 und 15). Keramik oder Grabungsbefunde fehlen bisher völlig.

Als Siedlungsstandort könnte der bereits rössenzeitlich genutzte Fundplatz in Schweicheln (FstNr. 1) am Schweichler Berg weiter besiedelt worden sein, worauf das umfangreiche Steinartefaktmaterial, insbesondere die Pfeilspitzenfunde (Tafel 5 und 15) hindeuten.

Tafel 5: Geräte der Micheslberger Kultur

Plate 5: Michelsberg culture.
Thin-butted celts (1-6) with oval cross-section, triangular arrowheads (7-8).

© Cajus Diedrich

Tafel 5: Michelsberger Kultur

1. Dünnnackiges Feuerstein-Ovalbeil aus grauem westischen Lousberg/Rijkholt-Feuerstein, Michelsberger Kultur, Hiddenhausen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/36. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Dünnnackiges Feuerstein-Ovalbeil aus grauem westischem Lousberg/Rijkholt-Feuerstein, Michelsberger Kultur, Südlengern-Sandloch, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/37. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Dünnnackiges Fels-Ovalbeil aus grünem Jadeit, Michelsberger Kultur, Ostscheid-Sportplatz, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne ohne Nr. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Feuerstein-Rechteckbeil aus mittelbraunem westischen Lousberg-Feuerstein, Michelsberger/Trichterbecherkultur, Neuenknick, Kreis Minden-Lübbecke, Museum Bünde Nr. 2002/38. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Spitznackiges Fels-Ovalbeil aus grauem Nephrit, Michelsberger Kultur, Bünde-Hüffen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/39. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Kleines spitznackiges Fels-Ovalbeil aus hellgrünem Serpentinit, Michelsberger Kultur, Vlotho, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/40. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
7. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/41. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.
8. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/42. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.

5.4 Trichterbecherkultur (3500-2800 v. Chr.)

Das nächste sicher dokumentierte Megalithgrab findet sich außerhalb des Kreises Herford nach Osten hin in Werste bei Bad Oeynhausen. Leider wurde diese aus skandinavischen Findlingen konstruierte Grabanlage bereits 1885 zerstört (Langewiesche 1927, Bartling 1978). Die heutige, in der Nähe des ursprünglichen Fundortes in Werste rekonstruierte Grabanlage entspricht nicht mehr dem Originalzustand.

Im Kreis Herford könnte nach den Beschreibungen von Langewiesche ein mögliches Megalithgrab 1939 in Eickum zerstört worden sein. Eine für Megalithgräber typische Steinpflasterung sowie Holzkohlereste und Keramikscherben traten hier zwischen großen Findlingen auf. Eine genauere Untersuchung fand damals leider nicht statt.

Zahlreiche gut erhaltene Megalithgräber findet man hingegen nach Norden (z. B. Bakker 1979; Fansa 1992) und Westen hin im Osnabrücker Bergland sowie im westlichen Teutoburger Wald (vgl. Bauer 1950; Knöll 1983; Wulf/Schlüter 2000). Nur wenige dieser Grabanlagen konnten noch untersucht werden, da sie bereits um die Jahrhundertwende durch Landwirtschaft zerstört oder einfach bei Grabungen ausgeräumt wurden, sodass meist Funde und besonders die Skelette fehlen. Im Gegensatz dazu konnten im zentralen Teutoburger Wald in teilweise erhaltenen Megalithgräbern bei Lengerich-Wechte und Hilter etliche Skelette und Skelettreste dokumentiert werden, die Auskünfte über die Altersstruktur der Bestatteten geben (Knöll 1983; Schlüter 1985).

Der Trichterbecherkultur sind typische Pfeilschneiden zuzuordnen (Abb. 1C), die im Kreis Herford nur bei Stieren (1950) mit einem Fund aus Uhlenburg-Beck erwähnt wurden. Allein 80 solcher Projektile wurden im Megalithgrab von Hilter gefunden (Schlüter 1985). Auch als Einzelfunde sind sie aus dem mittleren Teutoburger Wald (vgl. Diedrich 2000; im Druck a), nördlich des Wiehengebirges z. B. in Nordhemmern (vgl. Adrian 1948) und von anderen Fundplätzen in Westfalen (vgl. Rinne 2000) bekannt geworden.

Typische Rechteckbeile dieser Zeit (Tafel 6-11) wurden aus verschiedenen Gesteinen wie Metamorphiten, Feuerstein oder Kieselgeoden hergestellt. Die Kieselgeoden wurden möglicherweise bergmännisch zur manufakturartigen Herstellung der schwarzen Rechteckbeile gewonnen (siehe Rohstoff Kieselgeoden). Auch in Polen, Tschechien oder Dänemark wurde der Bergbau auf Gesteine zur Zeit der Trichterbecherkultur nachgewiesen (Jacob-Friesen 1959; Weisgerber 1980). In die frühen Phase der Trichterbecherkultur, in einigen Regionen bereits in die jüngere Michelsberger Kultur (vgl. Beran 1991), gehören die flachen Hammeräxte (Tafel 12, 1-2). Ein Fund dieses Typs aus Delbrück, Kr. Paderborn (vgl. Brandt 1967) erscheint mit einem Exemplar von Gohfeld-Depenbrock formenkundlich fast identisch.

Steinwerkzeuge der Michelsberger Kultur stammen, meist als Einzelfunde, von verschiedenen Fundstellen des Arbeitsgebietes (Eickum, Herford, Hiddenhausen, Werfen, Schwenningdorf, Bieren, Habighorst, Dünne, Dünnerholz, Eilshausen, Steinlacke, Löhne, Uhlenburg, Mennighüffen, Gohfeld, Bonneberg).

Von Stieren werden interessanterweise auch Keramikscherben aufgeführt, die 1939-40 bei Entsandungsarbeiten in der Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg-Beck zum Vorschein kamen. Genannt werden: "Rand- und Wandscherben von mindestens drei Trichterbechern und von Schalen mit verjüngtem Rand und aufgelegten Leisten unterhalb des Randes, sowie der Hals einer Kragenflasche" (Stieren, 1950, 69; Funde im Landesmuseum, Mikz. 3718, 25). Diese Funde könnten auf eine Siedlung oder sogar ein zerstörtes Megalith- bzw. Flachgrab der Trichterbecherkultur hindeuten.

Möglicherweise sind sowohl der beschriebene Fundplatz Uhlenburg-Beck (vgl. Stieren 1950) als auch der Fundplatz Steinlacke (FstNr. 1) im Kreis Herford als Siedlungsplätze anzusprechen. In Steinlacke sind bisher nur Oberflächenfunde nachgewiesen; der Platz liegt auf einem sandigen, überpflügten Dünengelände auf der Niederterrasse an einem Altarm der Werre.

Tafel 6: Geräte der Trichterbecher-/Wartbergkultur

Plate 6: TRB (Funnel Beaker) Culture / Wartberg Culture.
Celts with rectangular cross-section (1-6), triangular arrowheads (7-8).

© Cajus Diedrich

Tafel 6: Trichterbecher-/Wartbergkultur

1. Fels-Rechteckbeil aus einem gelbgrünlichen Vulkanit, ?Wartbergkultur, Obernbeck-Haus Beck, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 5. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Fels-Rechteckbeil aus einem ursprünglich schwarzem (grünlich patinierten) Metamorphit, Trichterbecherkultur, Obernbeck, Kreis Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld Nr. St - Be 16b). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Fels-Rechteckbeil aus einem grünlichen Metamorphit (?Grünschiefer), Trichterbecherkultur, Habighorst, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/44. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Fels-Rechteckbeil aus einem grünlichen Metamorphit, Trichterbecherkultur, Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. Brinkmann. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Fels-Rechteckbeil aus einem Metamorphit (?Grünschiefer), Trichterbecherkultur, Herford, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/45. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur, Mennighüffen, Kreis Herford, Grundschule Eickum Nr. 93. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
7. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus braungrauen nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Bieren, Kreis Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/46. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.8. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus dichtem grauen nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Schwenningdorf, Kreis Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/47. a. Zeichnung, b. Foto Aufsicht.

Tafel 7: Geräte der Trichterbecherkultur Tafel 7: Trichterbecherkultur

1. Kieselgeoden-Meißel, ?Trichterbecherkultur, Winterberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,38. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur, Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. E. Dowe Nr. 2. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Meißel, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn (Hof Pieper), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,4. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Feuerstein-Rechteckbeil aus einem grauen nordischen Feuerstein, Trichterbecherkultur, Uffeln, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 859. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Vlotho-Amtshausberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,46. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Fels-Rechteckbeil aus einer schwarzen jurazeitlichen Kieselgeode, ?Michelsberger Kultur, Schweicheln-Schweichler Berg, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/43 (ehem. Slg. Lindemann). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.

Plate 7: TRB Culture.
Chisels (1, 3), celts with rectangular cross-section.

© Cajus Diedrich

Tafel 8: Geräte der Trichterbecherkultur Tafel 8: Trichterbecherkultur

1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Dünnerholz, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/48. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Bünde-Werfen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/49. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Herford, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/50. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Dünnerholz, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/51. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Dünne, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/52. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Obernbeck, Kreis Herford, Museum Bünde (Leihgabe Historisches Museum Bielefeld, Nr. Ste-Be 6a). a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.

Plate 8: TRB Culture.
Celts with rectangular cross-section.

© Cajus Diedrich

Tafel 9: Geräte der Trichterbecherkultur Tafel 9: Trichterbecherkultur

1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 7. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Niedereickum-Berkenbrink, Kreis Herford, Slg. Grundschule Eickum Nr. 1. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Vlotho, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho ohne Nr. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Herford-Schwarzenmoor, Kreis Herford, Slg. E. Dowe Nr. 1. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Uffeln, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,7. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 62 (1973) . a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.

Plate 9: TRB Culture.
Celts with rectangular cross-section.

© Cajus Diedrich

Tafel 10: Geräte der Trichterbecherkultur Tafel 10: Trichterbecherkultur

1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Mennighüffen-Sonnenbrink, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 4a. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Vlotho (Hof Wückenkamp), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,31. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn (Hof Pieper), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,8. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie (gebrochenes Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 2. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie (gebrochenes Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 4. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Vlotho-Amthausberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,43. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
7. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Bonneberg, Kreis Minden, Museum Bünde Nr. 2002/53. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
8. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Mennighüffen-Sonnenbrink, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 4b. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.

Plate 10: TRB Culture.
Fragments of celts with rectangular cross-section.

© Cajus Diedrich

Tafel 11: Geräte der Trichterbecherkultur Tafel 11: Trichterbecherkultur

1. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Schneidepartie, Trichterbecherkultur, Winterberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,35. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
2. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat), aus Nackenpartiefragment, Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 6. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
3. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie, Trichterbecherkultur, Winterberg, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,34. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.
4. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 1. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
5. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 5. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
6. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie (gebrochenes Halbfabrikat), Trichterbecherkultur, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Slg. Lax Nr. 3. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Nackenansicht.
7. Kieselgeoden-Rechteckbeil, Nackenpartie, Trichterbecherkultur, Uffeln-Buhn, Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,9. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht.

Plate 10: TRB Culture.
Fragments of celts with rectangular cross-section.

© Cajus Diedrich

5.5 Wartbergkultur (3500-2800 v. Chr.)

Pfeilspitze mit Schäftungskerben

Höchstwahrscheinlich sind mehrere Rechteckbeile sowie zwei gleichschenklige dreieckige Feuersteinpfeilspitzen aus Bieren und Schwenningdorf dieser Kultur oder der Trichterbecherkultur zuzuordnen. Eindeutig gehört eine jüngst im Museum Bünde in der Sammlung Langewiesche wiederentdeckte dreieckige Pfeilspitze mit Schäftungskerben (Abb. 6) aus einem dunkelbraunen Quarzit mit abgebrochener Spitze aus Bad Oeynhausen, Kr. Minden, der Wartbergkultur an.

Rechteckbeile aus dem am Nordharzrand auftretenden Wiedaer Schiefer mit einer fast quadratischen Umrissform, trianguläre gleich- und ungleichschenklige Feuersteinpfeilspitzen, dreieckige Pfeilspitzen mit Schäftungskerben und gestielte Pfeilspitzen sowie Feuersteinsichelklingen oder -spitzklingen sind aus mehreren Galeriegräbern bekannt (vgl. Kappel 1989).

Eine Serpentinaxt mit ovaler Durchlochung aus dem Galeriegrab von Lohra ist einer der wenigen Axtfunde dieser Zeit (Raetzel-Fabian 2000). Dass die Wartbergkultur möglicherweise auch entlang des Teutoburger Waldes nachzuweisen ist, belegt ein Rechteckbeil aus ?Wiedaer Schiefer im Megalithgrab von Hilter und eine noch unpublizierte gestielte Pfeilspitze aus Amshausen bei Steinhagen. Auch die Galeriegräber von Atteln  stehen - wie auch die übrigen Galeriegräber der Hellwegzone - in Verbindung mit der Wartbergkultur (Günther 1979, 1997).

Eindeutig lassen sich Funde aus dem Kreis Herford dieser Kultur nicht zuordnen. Erstmalig scheint sich aber der Einfluss dieser Kultur bis zum Kreis Herford und damit möglicherweise eine weitere Verbreitung (vgl. Raetzel-Fabian 2000) nach Norden abzuzeichnen. Auch ein fast quadratisches Fels-Rechteckbeil (Tafel 6, 1) erinnert stark an Beilformen aus den Megalithgräbern von Züschen und Altendorf (vgl. Kappel 1989).

Abb. 6: Dreieckige Pfeilspitze mit Schäftungskerben aus einem dunkelbraunen Quarzit mit abgebrochener Spitze, Bad Oeynhausen, Kr. Minden, Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/102. A. Umzeichnung, B. Foto.

Fig. 6: Triangular arrowhead with side-notches (quarzite).

© Cajus Diedrich

 

5.6 Einzelgrabkultur (2900-2000 v. Chr.)

Charakteristische Steingeräte dieser Zeit sind die durchlochten jütländischen Streitäxte mit verschiedenen Typen (Tafel 12-13, vgl. z. B. Struwe 1955, Brandt 1967) wie der Bootsaxt (Abb. 7), die aus unterschiedlichen nordischen Gesteinen mit höchster Präzision geschliffen und durchbohrt wurden. Eine Axt aus dem Gestein der Kieselgeoden von Neuenhagen im Kreis Herford (Tafel 13, 2) belegt auch eine Fertigung aus Gesteinen der Region vor Ort.

Bootsaxt Abb. 7: Bootsaxt oder Jütländische F-Axt der Einzelgrabkultur aus Blasheim, Kr. Minden. Nachbildung im Dobergmuseum Bünde Nr. 2002/109. A. Außenseite, B. Oberseite.

Fig. 7: Late Neolithic battle-axe (copy; type F after Glob).

© Cajus Diedrich

 

Im Gegensatz dazu wurden die kleinen Feuerstein- oder Felsbeile nur noch grob bearbeitet, oftmals auch nicht mehr vollständig geschliffen (Tafel 14, 2-3). Einige Fels-Rechteckbeile zeigen einen facettenartigen Schliff im Bereich der Schneidepartie (Tafel 14, 4). Hinzu treten die typischen massiven dicknackigen Fels- oder Feuerstein-Rechteckbeile (Tafel 14, 1), die besonders aus dem Norden, d.h. aus Dänemark eingehandelt wurden.

Neben den Beilen und Äxten treten erstmals große Feuerstein-Spandolche auf, die auch in einem Grab von Hasbergen (vgl. Lindhorst 1985) angetroffen wurden. An Pfeilspitzen sind besonders geflügelte und gestielt geflügelte Feuersteinpfeilspitzen (Tafel 14, 7.9) nicht nur im Bereich der Mittelgebirgszone Teutoburger Wald/Wiehengebirge typisch (vgl. Diedrich 2000).

Im Kreis Herford ist die Einzelgrabkultur mit den Fundstellen Eickum, Bustedt, Altenhüffen, Uhlenburg, Ostscheid, Obernbeck und Neuenhagen belegt.

Jütländische Äxte sind mit verschiedenen Formen im Kreis Herford belegt (Tafel 12-13). Facettierte Rechteckbeile (Tafel 14, 4) und dünnnackige Feuerstein-Ovalbeile, deren Schmalseiten typischerweise ungeschliffen sind (Tafel 14, 2-3), können lediglich allgemein den Becherkulturen (Einzelgrab-, Glockenbecherkultur) zugeordnet werden.

Dass es sich bei der von Stieren (1950) erwähnten Klinge mit Schliffspuren (Verbleib im Landesmuseum Münster, Außenstelle Bielefeld, Mikz, 3719,25) aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg bei Beck um einen Spandolch handelt, kann nur vermutet werden. Dies wäre dann der einzige Feuerstein-Spandolchfund im Kreis Herford.

An Keramik ist ein fischgrätenverzierter hoher Becher aus Obernbeck bekannt (Taf. 16, 1), der im zweiten Weltkrieg im Landesmuseum Münster zerstört wurde, aber noch als Abguss in den Museen Löhne und Bünde vorhanden ist. Nach Lanting/van der Waals handelt es sich um einen maritimen Glockenbecher (Typ 2Ia). Ein weiterer kleinerer, mit Nageleindrücken versehener vollverzierter Glockenbecher aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg bei Beck (Taf. 16, 2), dessen Verbleib mit Landesmuseum, Außenstelle Bielefeld (Fundstellennummer: Mikz, 3719,25) angegeben wird und bei Stieren (1950) abgebildet wurde, ist 1943 von einem französischen Kriegsgefangenen gefunden worden. Das Gefäß datiert in den Übergang von Einzelgrab- zu Glockenbecherkultur. Beide Becher stammen vermutlich aus Grabhügeln oder Siedlungen, die durch Sandgrubenarbeiten zerstört wurden.

Tafel 12: Geräte der Michelsberger bis Einzelgrabkultur Tafel 12: Michelsberg - Einzelgrabkultur

1. Flache Hammeraxt Form 1 aus einem hellen Vulkanit (Rhyolith), Michelsberger/Trichterbecherkultur, Enger-Besenkamp, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/54. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Flache Hammeraxt Form 2 aus einem grünlich verwitternden Magmatit, Trichterbecherkultur, Gohfeld-Depenbrock (Sandgrube Reckefuß), Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 11. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
3. Jütländische Streitaxt (Nackenpartie) aus einer Kieselgeode, Einzelgrabkultur, Uffeln (Hof Dieckmann), Kreis Herford, Heimatmuseum Vlotho Nr. 1934,18. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Nackenansicht.

Plate 12: Michelsberg - Single Grave Culture.
Flat battle-axes of different types, late Neolithic battle-axe (3).

© Cajus Diedrich

5.7 Glockenbecherkultur (2600-2000 v. Chr.)

In dieser Zeit erfährt die Steingerätebearbeitung einen Höhepunkt, der noch bis in die nordische Bronzezeit hineinreicht. Die Feuerstein-Dolche der hiesigen Region sind Importe aus dem Norden oder Westen und wurden aus jütländischem oder dänischem Plattensilex gefertigt, wofür die mittelgrauen und hellbräunlichen Feuersteinvarietäten sprechen. Dolche mit einfachem Schaftgriff (Abb. 8, Tafel 14, 6) gehören in die Zeit der Glockenbecherkultur, aber auch noch in die Zeit der frühen Bronzezeit (vgl. z. B. Albrecht 1934; Sudholz 1964). Auch in Nachbarschaft zum Kreis Herford im Kreis Lübbecke sind zwei bifazielle Feuerstein-Dolche mit einfachem Schaftgriff aus Börninghausen bekannt geworden (Abb. 8).

Bifazielle Flintdolche
Abb. 8: Bifazielle Dolche mit einfachem Schaftgriff aus jütländischem Feuerstein von Börninghausen, Kr. Lübbecke (Glockenbecherkultur bis frühen Bronzezeit). Dolch 1: A. Zeichnung, B. Foto Aufsicht, C. Foto Seitenansicht, Museum Bünde Nr. 2002/64. Dolch 2: D. Zeichnung, E. Foto Aufsicht, F. Foto Seitenansicht, Museum Bünde Nr. 2002/65.

Fig. 8: Bifacial flint daggers of the late Neolithic and early Bronze Age period.

© Cajus Diedrich

Höchste Bearbeitungspräzision von bifaziellen Geräten findet man auch bei erstmalig auftretenden bifaziellen Feuerstein-Sicheln (Tafel 14, 5), die ebenfalls bis in die Bronzezeit hinein gefertigt wurden.

Weitere importierte Geräte aus nordischem Feuerstein sind Feuerstein-Meißel und -Hohlbeile, wie sie im westlich angrenzenden Kreis Osnabrück gefunden wurden (Abb. 9). Pfeilspitzen kommen als fein und beidseitig flächig retuschierte, geflügelte oder gestielt-geflügelte Formen vor (Tafel 14, 7, Tafel 15, 8-10).

Feuerstein-Hohlbeil Abb. 9: Feuerstein-Hohlbeil aus nordischem Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Osnabrück, Kr. Osnabrück, Museum Bünde Nr. 2002/66.
A. Breitseitenansicht, B. Schmalseitenansicht, C. Schneidenansicht, D. Nackenansicht.
Feuerstein-Meißel aus nordischem Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Osnabrück, Kr. Osnabrück, Museum Bünde Nr. 2002/67. E. Breitseitenansicht, F. Schmalseitenansicht, G. Schneidenansicht, H. Nackenansicht.

Fig. 9: Late Neolithic period.
Flint celt with a hollow adze-like cutting egde (A-D), chisel (E-H).

© Cajus Diedrich

Für die Beile mit Facettenschliff gilt Ähnliches wie im Fall der Einzelgrabkultur, sodass für beide Kulturen eine traditionelle Weiterführung der Geräteform anzunehmen ist. Dünnblattige Feuerstein-Ovalbeile aus nordöstlichen Geschiebe-Feuerstein (Tafel 14, 2-3) wurden höchstwahrscheinlich zur Zeit der Glockenbecherkultur in den Raum Herford eingehandelt. Auch die Äxte werden mit etwas anderen jütländischen Axttypen weiter tradiert und in den Herforder Raum importiert.

Im Kreis existieren Glockenbecherkultur-Fundstellen in Enger, Altenhüffen und Obernbeck. Letztere hat einen einem unvollständigen bifaziellen Feuerstein-Dolch geliefert (Tafel 14, 6, Tafel 15, 11). Die geflügelten und gestielt-geflügelten Pfeilspitzen (Tafel 14, 7, Tafel 15, 9-10) stammen ebenfalls aus dieser Zeit (vgl. z.B. Thieme 1985).

Keramik ist in der Fundchronik von Stieren (1950) aus der ehemaligen Sandgrube Blomeyer in Uhlenburg bei Beck beschrieben worden, dessen Verbleib mit "Landesmuseum, Außenstelle Bielefeld (Mikz, 3718,25)" angegeben wurde. Er erwähnt tupfenverzierte Randscherben großer becherartiger Gefäße, was für die Reste eines Riesenbechers spricht.

Tafel 13: Geräte der Einzelgrabkultur Tafel 13: Einzelgrabkultur

1. Jütländische Streitaxt Typ B mit Rundnacken aus einem hellen Vulkanit, Einzelgrabkultur, Bonneberg, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/55. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
2. Jütländische Streitaxt Typ K6 aus einer Kieselgeode, Einzelgrabkultur, Neuenhagen, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/56. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.
3. Jütländische Streitaxt aus einer jurazeitlichen Kieselgeode, Einzelgrabkultur, Bünde (Garten Heidestr. 75), Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/57. a. Oberansicht, b. Außenseitenansicht, c. Unterseitenansicht, d. Schneidenansicht, e. Nackenansicht.

Plate 13: Single Grave Culture.
Different battle-axe types.

© Cajus Diedrich

Tafel 14: Geräte der Einzelgrab- und Glockenbecherkultur Tafel 14: Einzelgrab-/Glockenbecherkultur

1. Dickblattiges Feuerstein-Rechteckbeil aus nordischem Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Bünde-Bustedt, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/58. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
2. Dünnblattiges Feuerstein-Ovalbeil aus nordöstlichen Geschiebe-Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Ostscheid, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne ohne Nr. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
3. Dünnblattiges Feuerstein-Ovalbeil aus nordöstlichen Geschiebe-Feuerstein, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Eickum, Kreis Herford, Grundschule Eickum Nr. 93. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
4. Fels-Rechteckbeil mit Facettenschliff aus einer jurazeitlichen Kieselgeode, Einzelgrabkultur, Obernbeck, Kreis Herford, Heimatmuseum Löhne Nr. 6. a. Breitseitenansicht, b. Schmalseitenansicht, c. Schneidenansicht, d. Nackenansicht.
5. Bifazielle Feuersteinsichelklinge aus nordischen grauen Feuerstein, glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Glockenbecherkultur bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/59. a. Aufsicht, b. Seitenansicht.
6. Bifazieller Feuersteindolch aus beigefarbenen Feuerstein, glanzpatiniert, Obernbeck (bei Hof Detert), Kreis Herford, Glockenbecherkultur bis frühe Bronzezeit, Heimatmuseum Löhne Nr. 13. a. Aufsicht, b. Seitenansicht.
7. Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus braunem nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Altenhüffeln, Kreis Herford, Einzelgrabkultur bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/60. a. Aufsicht.

Plate 14: Late Neolithic period.
Thick-bladed celt with rectangular cross-section (1), thin-bladed celts with oval cross-section (2, 3), faceted celt with rectangular cross-section (4), flint sickle (5) and dagger (6), barbed stemmed arrowhead (7).

© Cajus Diedrich

Tafel 15: Neolithische Feuersteingeräte Tafel 15: Neolithikum

1. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/35. Aufsicht (Foto Tafel 2, 4).
2. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/70. Aufsicht.
3. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/41. Aufsicht (Foto Tafel 4, 7).
4. Langschmale dreieckige, ungleichschenklige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/42. Aufsicht (Foto Tafel 4, 8).
5. Tropfenförmige Pfeilspitze aus nordischem Feuerstein, unvollständig, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/71. Aufsicht.
6. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus braungrauen nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Bieren, Kreis Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/46. Aufsicht (Foto Tafel 5, 7).
7. Kleine dreieckige, gleichschenklige Pfeilspitze aus dichtem grauen nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Schwenningdorf, Kreis Herford, Trichterbecher-/Wartbergkultur, Museum Bünde Nr. 2002/47. Aufsicht (Foto Tafel 5, 8).
8. Geflügelte Pfeilspitze aus nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Einzelgrab-/Glockenbecherkultur, Verbleib?. Aufsicht.

9. Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus braunem nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Altenhüffeln, Kreis Herford, Einzelgrabkultur bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/60. Aufsicht (Foto Tafel 10, 7).
10. Geflügelt gestielte Pfeilspitze aus graubraunem nordischen Feuerstein, glanzpatiniert, Exter-Dornberger Heide, Kreis Herford, Einzelgrabkultur bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/601. Aufsicht.
11. Bifazieller Feuersteindolch aus beigefarbenen Feuerstein, glanzpatiniert, Obernbeck (bei Hof Detert), Kreis Herford, Glockenbecherkultur bis frühe Bronzezeit, Heimatmuseum Löhne Nr. 13. Aufsicht (Foto Tafel 10, 6a, b).
12. Bifazielle Feuersteinsichelklinge aus nordischen grauen Feuerstein, glanzpatiniert, Enger, Kreis Herford, Glockenbecherkultur bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/59. Aufsicht (Foto Tafel 10, 5a, b).
13. Spitzklinge aus nordischem Feuerstein, unvollständig, Beck bei Löhne, Kreis Herford, Michelsberger Kultur, Westfälisches Museum für Archäologie (Slg Adrian, No. 6196). Dorsalansicht.
14. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, Schwenningdorf, Kreis Herford, Neolithikum, Westfälisches Museum für Archäologie (Slg. Adrian, No. 1090). Dorsalansicht.
15. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/72. Dorsalansicht.
16. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/73. Dorsalansicht.
17. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/74. Dorsalansicht.
18. Spitzklinge aus nordischem Feuerstein, weiß patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener-/ Michelsberger Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/75. Dorsalansicht.
19. Dreikantgerät aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bünde, Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/76. a. Ventral, b. Dorsal, c. Querschnitt.
20. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/77. Dorsalansicht.
21. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bonneberg (FstNr. Bonneberg 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/78. Dorsalansicht.
22. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/79. Dorsalansicht.
23. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/80. Dorsalansicht.
24. Sichelklinge aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bonneberg (FstNr. Bonneberg 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/81. Dorsalansicht.
25. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/82. Dorsalansicht.
26. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 6), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/84. Dorsalansicht.
27. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Bermbeck, Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/83. Dorsalansicht.
28. Schaber aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Bonneberg, Kreis Herford, Meso-/Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/85. Dorsalansicht.
29. Sichelbruchklinge aus westischem Feuerstein, glanzpatiniert, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/86. Dorsalansicht.
30. Bohrer aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Kirchlengern-Steinlacke (FstNr. Steinlacke 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/87. a. Ventralansicht, b. Dorsalansicht.
31. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Lenzinghausen, Kreis Herford, Neolithikum bis frühe Bronzezeit, Museum Bünde Nr. 2002/88. Dorsalansicht.
32. Schaber aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 3), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/89. Dorsalansicht.
33. Kratzer aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/90. Dorsalansicht.
34. Kratzer aus nordischem Feuerstein, glanzpatiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/91. Dorsalansicht.
35. Schaber aus nordischem Feuerstein, hellblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/92. Dorsalansicht.
36. Stichel aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/94. Dorsalansicht.
37. Stichel aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Meso-/ Neolithikum, Museum Bünde Nr. 2002/95. Dorsalansicht.
38. Querschneider aus nordischem Feuerstein, weißblau patiniert, Schweicheln (FstNr. Schweicheln 1), Kreis Herford, Rössener Kultur, Museum Bünde Nr. 2002/69. Aufsicht (Foto Tafel 2, 4).

Plate 15: Neolithic period.
Different arrowhead types, dagger, sickle, sickle blades, scrapers.

© Cajus Diedrich

Tafel 16: Keramik der Becherkulturen

1. Maritimer Glockenbecher (Abguss, Original im Zweiten Weltkrieg in Münster zerstört), Glockenbecherkultur (AOO), Obernbeck, Kreis Herford, Museum Bünde Nr. 2002/104. Seitenansicht. 
2. Vollverzierter Glockenbecher (Übergang Einzelgrab-/ Glockenbecherkultur), im oberen Bereich schnur-, im unteren Bereich fischgrätenverziert (aus Schulz 1929), Ulenburg, Kreis Herford, "Landesmuseum Münster" (aus Stieren 1950). Seitenansicht.

Plate 16: Beaker cultures.
Maritime Bell Beaker, All Over Ornamented Beaker.

© Cajus Diedrich

 

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Nansenstraße 8
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